Spanien 2016 – Barcelona

Reisezeitraum: 24.03.2016 – 30.03.2016
Fluggesellschaft: EuroWings
Reiseart: Flugzeug (DUS – BCN)
Unterkunft: „A’TIC ..penthouse :)“ via Airbnb

Wir haben uns gegen 03:00 Uhr in der Früh aufgemacht zum Flughafen Düsseldorf. Nach den schweren Anschlägen am Tag vorher in Brüssel dachten wir, wir sind mal lieber noch ein wenig eher da, um genügend Zeit für aufwendige Sicherheitskontrollen zu haben.

Gegen 04:00 Uhr am Flughafen angekommen dann erst mal festgestellt das die GermanWings (bzw. Jetzt ja EuroWings) Schalter genau am anderen Ende sind.

Am Schalter selbst war noch nicht viel los, die Wartezeit bis zur Gepäckaufgabe verging aber schnell. Also Gepäck weg und gesehen bei den Sicherheitskontrollen ist nichts los. Ging dann auch ruck zuck, Laptop oder Kamera musste gar nicht eingeschaltet werden. Tja und dann stand man im tollen Duty-Free Bereich, schaute sich die Preise an und fragte sich wer so blöd ist und da was kauft. Laphroig Quarter Cask (1l Flasche) ca. 70€. In der 0,7l Version regelmäßig bei Real und Amazon für 29€ zu kriegen.

Auf kulinarische Highlights oder Kaffee durfte man dann auch bis ca. 05:15 Uhr warten, bei den Preisen genügt aber Kaffee und Cola. Macht auch wach genug wenn man dann die Rechnung sieht.

Boarding lief dann auch problemlos. Der etwas in die Jahre gekommene A320 war vollkommen zufriedenstellend, die Crew hat keinen spontanen Zwischenstopp gegen das Alpengebirge hingelegt und die Beinfreiheit war fantastisch (früh genug buchen und sich XL-Seats mit höherer Beinfreiheit reservieren ist Gold wert). Leider war es ziemlich bewölkt, der Sonnenaufgang schon vorbei als wir abgehoben sind gegen 06:45 Uhr und Monitore um die Flugroute zu verfolgen (oder so nette Details wie Geschwindigkeit, Flughöhe, Umgebungstemperatur, geschätzte Ankunftszeit etc.) suchte man vergebens. Aber man weiß sich ja zu beschäftigen.

Wir sind dann auch pünktlich in Barcelona angekommen um kurz vor 09:00 Uhr, haben uns unser Gepäck geschnappt und unsere Aerobus Haltestelle gesucht. Auch hier Glück gehabt – mit als erste in den Bus, Gepäck untergebracht und die paar Stationen bis zur University gefahren. Von dort dann mit der Metro L2 zum Monumental. Schön, jetzt waren wir um 10:30 Uhr am Monumental, das Haus wo unsere Wohnung drin ist hatten wir auch schnell gefunden, nur war der Einzug erst gegen 13:00 Uhr geplant.

Fixen Austausch mit „Yolanda“, unserem Host und wir konnten immerhin schon mal unsere Koffer im Haus unterbringen. Auf dem Weg nach unten dann ein deutsches Paar getroffen und ins Gespräch gekommen. Oh, schön, das waren unsere Vormieter. Sie haben es da eine Nacht ausgehalten. Kein warmes Wasser, massiv verdreckt (gebrauchte und muffige Handtücher sowie Bettwäsche inklusive Körperbehaarung der Vormieter im Bett) waren so die Eindrücke die sie uns geschildert haben. Die sind samstagnachts gegen 02:00 Uhr angekommen, haben das fürs pennen dann eben hingenommen und am nächsten Morgen ins Hotel geflüchtet. Das waren ja rosige Aussichten. Na gut, abwarten und schon mal gucken was man da bei Airbnb so machen kann.

Sind dann ein wenig in dem Viertel herumspaziert, schon mal geguckt wo man einen Super Mercado findet und wo man vielleicht mal was trinken oder essen gehen kann. Gegen 12:30 Uhr sind wir dann zur Wohnung zurück, mit dem Fahrstuhl hoch und gesehen da wischt gerade noch wer die Wohnung. Na gut, wieder runter, wieder irgendwo hingesetzt, gewartet, halbe Stunde später wieder hoch. Der Host und sein Putzmann waren noch da und haben da rumgepfuscht, aber wir konnten rein in die Wohnung. Hm. Also sagen wir so, Wohnklo ist noch nett. Buchen würde ich es auf keinen Fall noch mal und werde in der endgültigen Bewertung auf airbnb dazu auch entsprechend eingehen. Es ist sehr klein – das war vorher klar – aber es passt einfach so vieles nicht. Dreckig ja, oberflächlich ging es, aber an einigen Stellen guckt man einfach nicht nach. Immerhin kein großartiger Schimmel. Die Dachterrasse ist allerdings ziemlich cool.

Keinerlei Stauraum. Wir leben aus dem Koffer, weil es gar nicht anders geht. Keine Chance irgendwo etwas aufzuhängen (Handtücher zum Trocknen etc.). Die Markise von den Bildern auf Airbnb – nicht vorhanden. Der Schwenksonnenschirm auf der Terrasse? Defekt. Die kleine Tischtennisplatte? Nicht vorhanden. Auflagen für die Terrassenmöbel? Nur zu 25% vorhanden. Die Möbel selbst? Zerschlissen.
Obwohl im Inserat als verfügbar gekennzeichnet kein Internet vorhanden.
Das Bett ist, nun, ich denke nicht, dass es einen Unterschied macht ob man auf einem Trampolin schläft oder in diesem Bett.
Die Küche ist nun ja – der Kühlschrank ist riesig, die Mikrowelle sauber – aber unbenutzbar mangels Stromanschluss. Allgemein ist der Strom hier recht abenteuerlich verlegt.
Zusammenfassend kann man nur sagen wir haben es gerade nach den Schilderungen des Paares welches wir getroffen haben schlimmer erwartet. Für den Preis von ca. 530€ für 7 Tage ist das aber wenn man die Reinigungsgebühren und die Gebühr wie Airbnb abzieht, die Lage mit einbezieht (bzw. die Aussicht) irgendwie im Rahmen.

Immerhin sind 2 elektrische mobile Heizungen in der Wohnung vorhanden – die sind auch zwingend nötig. Man friert sich hier in der Nacht nämlich echt was ab, von Isolation und Dämmung haben die hier noch nie was gehört.

Das Wetter am Tag war allerdings klasse.

Nach dem Bezug der Wohnung und der Inspektion dann also erst mal zum Lidl.
Kleinen Snack gemacht, 2-3 Dosen geleert und dann mal ein wenig umhergewandert. Richtung gotisches Viertel und dann später auf die Ramblas. Die Markthallen waren leider schon zu ganz großen Teilen geschlossen. Wir sind dann mit der Metro zurück, haben uns natürlich 1x gehörig verfahren und sind dann auch mehr oder weniger ins Bett gefallen.

Nach dem man dann festgestellt hat das die Mikrowelle zwar hübsch piept aber nichts erhitzt musste das Wasser für den Espresso halt auf der Kochplatte erhitzt werden. Glücklicherweise fand sich wenigstens eine Tasse die noch nicht so aussah als hätte da jemand vor 10 Jahren mal etwas Verderbliches drin vergessen.

Ein paar Eier in die Pfanne und vom Bäcker unten im Haus ein Baguette besorgt wurde dann erst mal auf der Dachterrasse gefrühstückt. Sehr hübsch wie die Sonne da morgens das Monumental beleuchtet. Leider war das auch der einzige Tag wo es morgens NICHT neblig war und gerade da war ich zu faul die Kamera hervorzuholen. Habe danach jeden Morgen gewartet auf das Lichtspiel…

Wir sind dann auch zeitnah aufgebrochen zur Metro Station um uns das 5-Tages Ticket zu holen. 32€ pro Nase, dafür aber auch unbegrenztes fahren mit Bus und Bahn (Rundfahrtbusse und Seilbahn etc. ausgenommen). Vom Monumental ging es dann Richtung Barceloneta. Sind dann am Hafen entlang spaziert (Richtung Hafenseilbahn). An der Hafenseilbahn war es relativ voll und das Teil ist noch dazu teuer. Vielleicht später mal.

Es ging dann weiter zum Strand. Das Wasser sieht nur auf den ersten Blick sauber aus, da schwimmt schon ein ordentlicher Film drauf. Bis auf ein paar Surfer im Neoprenanzug und ein paar Sonnenanbeter war nicht allzu viel los. Vom Strand aus ging es dann mehr oder weniger zurück Richtung Ramblas, wir wollten die Markthallen dann auch noch mal sehen, wenn da ein wenig mehr los ist.

In den Markthallen dann erst mal das Angebot beguckt, geflucht weil die spartanische Küche in der Wohnung so miserabel ist und natürlich ein wenig gekauft. Eine Lage günstigeren Serrano Schinken, ein Stückchen Käse, eine Packung gemischte Oliven. Gerade von den frischen Sachen hätte man gerne diverses mitgenommen um es zuzubereiten und zu verköstigen. Die Fischauswahl war fantastisch, auch wenn man das am späteren Tag nur noch erahnen konnte. Alleine die Berge an frischen Garnelen und Krebse und Fisch allgemein.

Der 3. Tag war dann im olympischen Stil geplant. Es ging mit der Metro Richtung Montjuïc oder eher es war so gedacht. Da aber gerade für diese Metro Linie seit November 2015 Wartungsarbeiten durchgeführt werden (bis April 2016) musste der Schienenersatzverkehr bemüht werden. Also mit dem Bus zur Seilbahnstation. Es war nicht übermäßig voll, also zwei Tickets für die Seilbahn gekauft und ab geht’s. Pro Gondel 6 Personen, der Zwischenstopp in der Mitte ist nur auf dem Rückweg machbar. Und sehr flott das Ganze.

Eine wunderbare Aussicht über den Hafen, den Olympiastädten und die Stadt selbst. Wir haben den Tag dann in diversen Bars ausklingen lassen.

Am nächsten Tag mit der Bahn Richtung Gotisches Viertel und dem Viertel nebenan und ein paar Stunden dort durch die engen Gassen geschlendert. Wir waren nirgendwo drin, aber alleine von außen ist das schon genial von der Architektur. An den empfohlenen Rundweg aus dem Reiseführer haben wir uns dann letztlich 0 orientiert, auf eigene Faust macht einfach viel mehr Spaß.

Sind dann auf dem Rückweg auch noch durch die Gasse die wir am 1. Tag schon ohne Fotoapparat erkundet hatten und waren auch noch am Triumphbogen sowie an der Sacrada Familia, da allerdings nur kurz.

Ostersonntag sind wir erst mal zum alten Hospital (Unesco Weltkulturerbe) gefahren. Von der Architektur wirklich hübsch! Ohne Eintritt kommt man aber auch hier nicht weit – und neben dem Eintrittsgeld gibt es noch die komplette Durchsuchung mit Scanner, sind dann lieber die Avenue Gaudi runter geschlendert.
Letztlich waren wir noch mal an der Secrada Familia, wie wohl 50% der anderen Touristen und Einheimischen und dann wollten wir eigentlich Richtung tibidabo, aber da war dann die andere Hälfte.

Haben dann sehr schnell umgedreht als wir die Schlangen für die Bahn gesehen haben. Hätten zwar mit dem Bus fahren können, aber das macht ja nur halb so viel Spaß.

Wir lassen den Tag einfach ganz gemütlich auf der Dachterrasse ausklingen. Abends dann zum Mexikaner und es war richtig, richtig gut.

Früh raus aus den Federn, frühstücken und Richtung tibidabo eilen. Ab in die Metro, gefühlt 10x umsteigen. Aber noch ziemlich leer.

Dann auf die Tramvia Blau gewartet. Ein sehr hübscher Straßenbahnwagon, einzige Problem: Für die Massen an Touristen die damit fahren wollen ist das Ding verdammt niedrig getaktet.

Oben angekommen auch nicht wirklich viel los. Perfekt. Ab zum Funicular (Standseilbahn) Eingang, höflich das obligatorische Foto abgelehnt und dann auch direkt mit der ersten Bahn hochgekommen. War ziemlich windig den Tag, die Sicht nicht ganz optimal. Dadurch das wir auch vergleichsweise früh da waren hatten wir auch genug Zeit zum rumlaufen ohne Menschenmassen, konnten auch noch gemütlich einen Kaffee da trinken.

Auf dem Rückweg konnte man sich dann schön über das Parkchaos amüsieren, wir haben dann den Bus genommen, die Tramvia Blue hatte nämlich anscheinend gerade Mittagspause gemacht.

Sind dann Richtung Camp Nou – als Fußballbegeisterte muss man das wenigstens mal von außen gesehen haben. RIP Johan Cryuff an der Stelle, der auch entsprechend geehrt wurde vor dem Stadion.

Bis wir in der Unterkunft waren, war auch schon wieder spät am Tag.

Ganz unkonventionell haben wir die Stadtrundfahrt auf den letzten Tag verschoben, damit man noch den Kram sieht den man so nicht gesehen hat. Da wir primär mit der Metro unterwegs waren verliefen die meisten Wege eben unterirdisch, also haben wir uns mal zwei Tickets für Hop-On/Hop-Off Busse besorgt und sind mit beiden Touren durch Barcelona (Ost und West) sowie hier und dort aus- und wieder einsteigen den ganzen Tag unterwegs gewesen.

Wir haben nicht mehr viel Neues gesehen, den Großteil hatten wir so schon erlaufen oder sind eben selbstständig hingefahren. Der Bus selber verfügte über freies WLAN und einen Audio Guide in 15 Sprachen – und wenn man in der ersten Reihe seinen Platz ergattert hatte, gab es auch eine wunderbare Beinfreiheit. Dazu ein Doppeldecker Bus der oben offen war.

Die Busse kamen alle 9-15 Minuten, also war aussteigen wirklich gar kein Problem. Auch mal eben dann zur nächsten oder übernächsten Haltestelle schlendern war kein Thema.

Am Tag der Abreise früh morgens ein Taxi ran gewunken, zum Aeroport bringen lassen – hat so 35€ gekostet, ist aber natürlich auch eine Strecke. Hätten auch mit der Metro fahren können, aber mit den Koffern, Kameraausrüstung und dann mitten in der Nacht wird das eher nicht so empfohlen, mal vom ewigen Umsteigen abgesehen. Der Bus fuhr zu dem Zeitpunkt noch nicht.

Check-In hatten wir vorher Online erledigt, also ab zur Gepäckaufgabe und sie hatten sogar schon offen. Rückflug lief dann auch problemlos ohne Verzögerungen ab.

Barcelona ist schon eine sehr schöne Stadt, aber das Airbnb Abenteuer würde ich so nicht mehr eingehen. Mittlerweile sind die finanziellen Voraussetzungen auch andere, so war es damals ein vergleichsweise günstiger Aufenthalt mit Flügen und Unterkunft.