Reisezeitraum: 08.07.2015 – 21.07.2015
Reiseveranstalter: Neckermann / Thomas Cook
Reiseart: Flugzeug (DUS – TFS)
Hotel: Hotel Best Jacaranda
Nach einer sehr langen Durststrecke (Gruppenbusreise nach London ausgenommen im April 2015) beschlossen wir, dann doch mal Urlaub in einem anderen Land zu machen. Wir sind völlig unvorbereitet in unser örtliches Reisebüro und haben uns dort auf einen „Super Spartipp“ eingelassen – was zugegeben auch an unserem begrenztem Budget lag.
In dem Spartipp war der Flug inkl. Aufgabegepäck von 15kg inkludiert, sämtliche Zusatzleistungen im Flugzeug waren wie üblich teuer zusätzlich zu erwerben. Das verwendete Flugzeug selbst war eine recht alte Maschine, sehr eng ohne jeden Komfort, aber man konnte die 4 ½ Stunden irgendwie überleben.
Rücksichtslosigkeit der Mitreisenden natürlich inklusive.
Wir sind pünktlich auf Teneriffa angekommen und wurden dann via inkludiertem Hoteltransfer zum Hotel gebracht. Keinerlei Sprachbarriere, da alle gängigen Sprachen beherrscht wurden. Der Safe im Zimmer war genau so wie das (sehr langsame) WLAN gebührenpflichtig.
Eingestuft war das Hotel in der 4* Kategorie, da es sich aber nun mal um einen Sparpreis handelte, hat man entsprechend auch eher die unbeliebteren Zimmer für uns Sparfüchse parat gehalten. Es ging in den Keller des mehrgeschossigen Komplexes. Das Hotel ist im Grunde „in den Berg“ gebaut und wirkt von außen nicht ganz so hoch, wie es ist. Die Lobby befindet sich wohl ebenerdig so auf Etage 4, insgesamt waren es 8 oder 9. Unser Zimmer im „Keller“ wie ich es nannte, natürlich auf Innenseite, Blick von kleiner Terrasse auf einen der Pools.
Zimmer sauber, aber stark in die Jahre gekommen, veraltete Mobiliar, Holzrahmen und Türen durch Wasserschäden verzogen, schimmelige Fugen, Badewanne als Dusche.
Die Betten auf Rollen ohne Bremse, sehr weiche, durchgelegene Matratzen. Der kostenpflichtige Safe gerade so ausreichend für Geldbeutel und Schlüssel.
Wenigstens die Klimaanlage hat funktioniert.
Im Hotel selbst nach dem obligatorischen umschauen festgestellt: Sehr, sehr viele Menschen, viele Kinder, alles was Spaß macht kostet extra, im All Inklusive ist exakt das günstigste vom günstigen enthalten und kein bisschen mehr. Bier aus labberigen Einwegplastikbechern (gut, dass ist aufgrund der Pools nachvollziehbar, aber zumindest Mehrweg und stabil wäre schön gewesen).
Die Mahlzeiten gab es in dem riesigen Speisesaal, jeden Tag Buffet, verschiedenste Auswahl, Qualität war in Ordnung. Es hatte aber das Feeling einer Großkantine, es war laut, optisch wahnsinnig steril und einfach nicht gemütlich.
Wir hatten uns über das Portal www.autoreisen.es einen Mietwagen gegönnt und in den 10 Tagen Mietdauer ungefähr 1400 Kilometer abgerissen. Die Kosten beliefen sich 2015 für ein Peugeot 307 Cabrio auf ca. 370€ für die zehn Tage.
Wir haben im Grunde alle gängigen Sehenswürdigkeiten zumindest mal angefahren, viel aber auch aufgrund von extremer Hitze (bedingt durch Calima und allgemein Hochsommer), knappem Budget und Lethargie gar nicht weiter besichtigt.
Ein paar unserer Ausflugsziele:
- Jungle Park, nicht empfehlenswert zum damaligen Zeitpunkt, alles sehr klein und gedrungen.
- El Médano, Surferparadies, sehr windig, nette (feuchte) Promenade
- Whale & Dolphin Watching Tour, kleines Boot ohne Party, leider keine Wale gesehen, aber Delfine
- Masca-Schlucht, allerdings nur von oben. Mittlerweile braucht es Genehmigungen und es gibt keinen Rücktransport mehr via Boot, war früher alles noch da, aber wir einfach körperlich nicht ansatzweise nicht da zu in der Lage, diese Tour zu bewältigen
- Loro Parque, mit Discovery Tour. War mittlerweile noch mal da und habe schönere, größere Zoos gesehen, aber deren Artenerhaltungsprogramme und Auswilderungsprogramme sind schon sehr gut.
- Teide inklusive Seilbahn, hier war 2015 das buchen auch noch spontaner möglich, auch auf den Gipfel wäre man noch gekommen ohne das Ticket hierfür Monate im voraus buchen zu müssen. Aufgrund von viel zu viel Alkoholkonsum am Vortag ging es mir auf dem Teide gar nicht gut, die dünne Luft bei 3.000hm tat dann noch ihr übriges, so das ich die Sicht gar nicht genießen konnte. Durch den immer noch wütenden Calima war es aber so oder so sehr diesig
- Anaga-Gebirge, schön grün, bessere Luft, die Vegetation ist einfach komplett das Gegenteil von dem, was im Süden so vorherrschend ist.
Diverse Strände, Städtchen, Bars waren natürlich auch dabei. Nichts, was großartig erwähnenswert wäre. Wir hatten uns in unserem ersten ‚richtigen‘ Urlaub viel zu viel vorgenommen, jeden Tag durchgeplant, waren dann aber zu knauserig und konnten auch gar nicht genießen und mal irgendwo länger verweilen.