Großbritannien 2015 – London

Reisezeitraum: 02.04.2015 – 06.04.2015
Reiseveranstalter: Mango Tours
Reiseart: Reisebus
Hotel: aloft London Excel

Tourveranstalter

Gebucht war die Tour über Mango-Tours.de, ein Veranstalter für günstige Städtereisen (London, Paris, Amsterdam, Prag […]) und in der Hauptsaison für das anfahren von typischen günstigen Partyorten in Spanien, Italien, Kroatien. Ebenfalls ist das so ein typischer Abi-Sauftour-Veranstalter. Die Recherche, Auswahl und Buchung erfolgte durch Dritte.
Die Reise war ein Geschenk an meine Tante zum 50. im Jahr 2014, im April 2015 wurde die Reise dann umgesetzt. Reisegruppe bestand aus 7 Leuten.

Gebucht wurde eine London Tour 2 (5-Tage-Reise) von Essen Hauptbahnhof aus – über Ostern im „4 MANGO Hotels“ – das hat nichts mit den normalen * Bewertungen zu tun, ist nur eine grobe Richtung. Die bieten richtig günstig, Mittelmaß und bisschen besseres Niveau (aber trotzdem noch „günstig“ – nicht billig, günstig). Hotels variieren, je nach dem was gerade so in der Stadt los ist und wo Platz ist. Die Busse werden allesamt gechartert, die haben keine eigene Busflotte. Gezahlt haben wir 280€ pro Person im DZ inkl. Frühstück für 2 Übernachtungen.

Abfahrt, Überfahrt, Ankunft

23:30 Uhr war Treffen in Essen angesagt, waren schon etwas früher da. Wetter trocken, aber ziemlich kalt. Der Bus hatte dann auch erst mal ordentlich Verspätung. Um 00:00 Uhr sollte es eigentlich losgehen, gegen 00:40 saßen wir dann im Bus und haben unsere Füße aufgewärmt, gegen 01:00 Uhr ging es dann endlich los. Grund für die massive Verspätung war ‚die Sperrung der A45 von Gießen Richtung Essen.

Ging dann weitere Reisegäste einsammeln und weiter über die niederländische Grenze nach Venlo, Busfahrerwechsel. Weiter durch die Niederlande, Belgien, Frankreich und ab nach Calais. Wäre die Anfängliche Verspätung nicht gewesen, hätten wir eine Fähre früher fahren können. Passkontrolle nicht der Rede wert. Keine weiteren Verzögerungen – ab auf die Fähre (P&O), schön nach draußen gesetzt und das Meer beobachtet.

1 1/2 Stunden später ging es dann die letzten Kilometer Richtung London – entweder konnte man jetzt eine Stadtrundfahrt mitmachen für 13€ / 15£ oder man wurde für 2 Stunden abgeladen und hat sich dann am London Eye wieder getroffen. Ich habe auf der ganzen Fahrt nicht eine Stunde geschlafen und war am Abreisetag schon seit 5 Uhr morgens auf den Beinen – ich war ein wenig platt.

Stadtrundfahrt war typisch:
London Eye, Buckingham Palace, London Bridge, Tower Bridge, Tower of London, Big Ben, Houses of Parlament, Westminster Abbey

Es gab 2-3 Fotostopps, wenn man den wollte. Gegen 14:15 Uhr ging es dann Richtung Hotels in London Excel / Newham, Messegelände/Center, also eher ab vom Schuss (~13km vom Stadtzentrum entfernt). Das Hotel war vollkommen okay, typisches Messehotel, modern aufgemacht. Da direkt dort zahlreiche Flugzeuge langfliegen waren die Fenster nicht zu öffnen – man hat aber vom nahen Flughafen nichts gehört.

Beschaffung von Tube/DLR Ticket(s)

Empfohlen wurde uns ein Tagesticket jeweils für 12£. Wir hatten allerdings was über die Oyster Karte gelesen – 20£ (oder 10 oder 30 oder oder…) Guthaben, 5£ Aktivierungsgebühr. Wer die Prozedur in London nicht kennt: Du kannst z.B. in Bussen keine Tickets mehr kaufen (wie es hier üblich ist). Du ziehst deine Karte/dein Ticket am entsprechenden Gate (gibt in und out Gates, entweder mit grünem Pfeil (in) oder rotem Kreuz (out) gekennzeichnet) drüber, von deiner Karte wird ein gewisser Betrag abgezogen und du dann in der Tube Station. Gleiche im Bus – du steigst ein, ziehst eben deine Karte über das Terminal und gut ist. In der DLR genauso – am DLR Bahnhof Ticket über das Terminal ziehen und ab geht’s. In der Tube und DLR musst du beim verlassen der Tube Station / des DLR Bahnhofs die Karte wieder darüber ziehen. In der Tube Station kommst du ohne diese Aktion gar nicht raus, bei der DLR ist das etwas lockerer – machst du es nicht, wird dir aber der volle Satz berechnet und das ist teuer. Kostet dich dann 8,80£ wenn die Fahrt entsprechend Unvollständig ist. Das System ist eigentlich sehr simpel und verdammt effektiv. Es gibt so unendlich viel schneller. Haben uns für eine 20£ Aufladung entschieden. War im nachhinein etwas wenig, aber man kann die Karten an so gut wie jeder Tube Station aufladen – entweder am Schalter (den gibt es aber nicht überall) oder mit Münzgeld (ohne Gebühren) oder per EC, Visa etc. (und da fallen vmtl. Gebühren an, sicher bin ich mir aber nicht) … sprich, selbst wenn leer, dann schiebt man eben noch mal 2£ rein.

Reste von Tag 1 verwerten…

Mal fix ein wenig Wasser ins Gesicht gekippt und mit der Truppe getroffen… also fast. 2 Leute haben mal das Bett ausprobiert und mussten dann unsanft über das Zimmertelefon geweckt werden. Sind dann einfach die paar Meter zur Themse runter und mal Richtung Stadt gelaufen. Schöne Fußgängerbrücke mit wunderbarer Aussicht, Flugzeuge so richtig schön tief über dir fliegend im 10 Minuten Takt. Auf der linken Seite alte Beladekräne und die Speicher zu Wohnungen umgebaut. Sehr hübsch, erinnerte an die Hamburger Speicherstadt, nur kompakter und kleiner. Irgendwie niedlicher. Ein wenig da rumgeschlendert, die Seilbahn gesehen – hin da. Also mal fix dahin gelaufen, unterwegs immer mal Fotos gemacht. Bisschen Regen, wie man das halt so erwartet. Mit der Seilbahn dann gefahren, die Fahrt war auch per Oyster Card bezahlbar (und es gab dadurch einen Rabatt), Pro Person 3,20£ für die einfache Fahrt. Schöne Aussicht! Sind dann in The O2 mal rein … war nicht sehr viel los, konnten uns also frei aussuchen wo wir essen gehen. Die Wahl fiel dann aufs Harvester. War okay! Für 7 Leute mit Getränken um die 100£. Danach wieder zurück mit Tube und DLR und nach einem Besuch in der Hotelbar mal ins Bett fallen.

Tag 2

Um 7:00 Uhr zum Frühstücken verabredet. Richtiges, originales full english breakfast. Eigentlich alles da was man so braucht um gut in den Tag zu starten.

Nach dem Frühstück vom Rest der Truppe abgeseilt (die wollten das normale Programm durchziehen mit London Eye, Tower Bridge, Buckingham Palace und weiteren typischen Erstbesucher Spots) und nach Camden gefahren. Der Markt macht erst um 10 Uhr auf, wir waren gegen 9 Uhr da. Und das war die richtige Entscheidung! Es hatten zwar noch lange nicht alle Läden offen bzw. die Straßenhändler waren noch beschäftigt, aber man konnte ohne Ellbogen ausfahren gemütlich überall gucken. Wahnsinn! Der Camden Market selber hat mir nicht so gefallen, sehr eng, aber die Straße an sich, die Stables und Camden Lock waren genial. Hinter jeder Ecke wieder was neues.

Sind dann mit der Tube von Camden Town nach King’s Cross, von da nach Covent Garden und haben Neal’s Yard gesucht. Klein aber fein, schön bunt!

Sind, weil wir dann ja eh in der Ecke waren, gleich noch durch Soho gestreift und dann Richtung Piccadilly Circus gelaufen, einen Stop im Japan Centre eingelegt, bisschen am Circus hingesetzt und einem Beatboxer zugeguckt und dann ging es weiter Richtung Harrods. Kurz durchgeschlendert, nicht wirklich unsere Preiskategorie. Sind dann Richtung Hyde Park Corner Station gelaufen, wollten eigentlich im HardRock Café was trinken, aber da hast keinen Fuß auf die Erde bekommen.

Sind dann Richtung Canary Wharf, wollten dort eigentlich was Essen, waren aber durch das „Ambiente“ abgeschreckt. Sind dann doch zur O2 Arena und … uff. 2 Konzerte, es war rappelvoll, Tisch kriegen so gut wie unmöglich. Dagegen war Freitag echt gar nichts los. Na ja, dann halt warten, sind dann zu Spur – Steak & Grill. War nicht so prall.

Tag 3

Ein weiteres ausgiebiges und nahrhaftes Frühstück später sollte es dann Richtung Greenwich gehen. Also mit dem DLR Ersatzverkehr (Samstag und Sonntag wurde Prince Regent und andere Stationen nicht angefahren, gab dann einen Busverkehr von Prince Regent nach Canning Town) nach Canning, von da nach Islands Gardens. Zur Themse und dann unter der Themse durch den Tunnel. In Greenwich dann den Mini Trödelmarkt mitgenommen und den Greenwich Market sowie an der University of Greenwich lang geschlendert. Von da ging es mit dem Wassertaxi um London Eye. Die Fahrt dauerte so 20-25 Minuten und bietet noch mal eine andere Perspektive auf die Stadt. Danach sollte es dann Richtung Little Venice gehen. Also ab zur Waterloo Station, Jubilee Line zur Bond Street – nö, die Bahn fährt heute nicht. Hätte man auf die Ansagen gehört, hätte man sich das herumirren sparen können Dann halt mit der Bakerloo Line nach Oxfort Circus und von da nach Marble Arch. Nun ja, herausgekommen sind wir am Hyde Park. Hatte irgendwie Marble Arch als LV eingetragen auf meinem Tube Plan. Gut, dann halt Speaker’s Corner. War aber auch nicht ansatzweise so viel los wie man erwartet, 2-3 Islamisten die da gesprochen haben und weitere 3-4 Leute. Vergleichsweise wenig – trotz gutem Wetter. Am nahen Café hingesetzt um was zu trinken und dann noch mal Richtung Camden, eigentlich auf der Suche nach was essbarem. Schön wärs gewesen – aber da es ja Ostersonntag war, hat wohl jeder verdammte Tourist und Engländer gedacht er geht mal nach Camden, der Großteil hatte ja zu, anderswo nach was nahrhaftem gesucht und dann mal wirklich Richtung Little Venice gemacht. Leider auch dort nichts los, keine Händler die ihre Waren anpreisen, alles zu. Paar Hausboote von außen beguckt, bisschen rumgeschlendert und dann wieder Richtung City. Dort wahllos an Tube Stationen ausgestiegen und da ein wenig rumgeschlendert. Gegen 20 Uhr ging es dann Richtung London Eye (Treffpunkt zur Abfahrt), noch mal das beleuchtete Riesenrad angeguckt, um 22 Uhr dann noch die Lichterfahrt vom Veranstalter mitgemacht damit man endlich im Bus sitzt. Lichterfahrt kann man das zwar nicht nennen, aber noch mal so ein paar Sachen gesehen die man so nicht auf dem Schirm hatte, wenn auch nur im vorbei fahren. Zum Beispiel die Schaufenster bei Harvey Nichols und paar Hintergrundinformationen so allgemein, es gab es auch noch sowie einen Stopp in der Leadenhall Market (Drehorte der Harry Potter Filme für die Winkelgasse).

Ging Komplikationslos dann gegen 00:00 Uhr Richtung Calais, ab auf die Fähre (wie bei der Hinfahrt eigentlich kein Seegang, wunderbar ruhig alles) und gegen 11:45 waren wir wieder in Essen.