Thailand 2024 – Koh Samui

Reisezeitraum: 09.07.2024 – 24.07.2024
Reiseveranstalter: Meiers Weltreisen / DER Touristik Deutschland GmbH
Reiseart: Flugzeug (NUE – IST – BKK)
Hotel: Explorar Koh Samui

Früher, als ich noch jung und dumm war (jetzt passt nur noch dumm), habe ich mich mit Händen und Füßen gewehrt, auch nur irgendetwas asiatisches überhaupt auch nur anzusehen (wenn man mal von Pokémon und Dragonball absieht). Das Elternhaus hat da sicherlich zu beigetragen (so Richtung „die Essen da Hunde und Katzen!! Und Würmer!!“), außerdem wenig Berührungspunkte.

Hat sich Gott sei Dank im Laufe der letzten Jahre geändert und da lag es ja mal Nahe, auch mal Asien außerhalb der Malediven zu bereisen. Man verhungert da als Europäer gar nicht 😉

Das die Wahl dann für die erste Reise auf Thailand fiel, ist denke ich nachvollziehbar – touristisch erschlossen, vergleichsweise günstig und es gibt Ecken, da kommt man auch während der Regenzeit gut klar und das ist bei einem Reisezeitraum im Juli nun mal ein Kriterium.

Gebucht wurden dann 16 Tage Koh Samui als Pauschalreise via Holidaycheck. Um noch ein wenig Geld zu sparen ging es auch nicht von Frankfurt aus via Direktflug, wovon wir sonst eigentlich immer fliegen, sondern von Nürnberg über Istanbul nach Bangkok. Sagen wir so: Nie wieder. Airlines waren:

NUE – IST : Turkish Airlines
IST – BKK : Thai Airways
BKK – USM : Bangkok Airways

Der Hin- sowie Rückflug war via Code-Sharing, aber netterweise bekommt man in NUE, trotz das beide Fluggesellschaften zur Star Alliance gehören, nur das Ticket für NUE – IST. Wir durften dann in Istanbul aus dem internationalen Bereich raus zum Schalter von Thai Airways (1x über den kompletten Flughafen latschen und der ist groß) um unsere Tickets abzuholen und den Check-In zu machen um dann wieder zurück zu laufen. Besonders toll, wenn man noch nie in IST war und sich demnach erst mal orientieren muss. Hat aber zeitlich alles gepasst. Im Grunde war der Hinflug okay. Leider gab es keine File-Keys für die Flüge und auch über die Buchungsnummern war nichts zu machen, so das eine Sitzplatzreservierung oder gar ein Upgrade vorher Online unmöglich gemacht wurde.

In Bangkok die Koffer abgeholt (die wurden wenigstens durchgecheckt in IST) und in den nationalen Teil gewechselt zwecks Weiterflug auf Koh Samui.

Im Grunde lief das alles, aber es war stressig und dauert halt ewig lang. Zeitnot hatten wir nie und wir hatten durchaus auch Glück durch freie Mittelplätze etc., es gab irgendwie 6x was zu futtern, Deckchen, Kissen, Kopfhörer, keine nennenswerten Verspätungen.

Auf Koh Samui dann aus diesem kleinen, schnuckeligen Flughafen raus zum Meeting Point und über den Hoteltransfer zum Hotel. Ging auch alles flott und ohne Komplikationen. Gebuchtes Hotel war das ‚Explorar Koh Samui – Adults Only Resort And Spa‘ in Mae Nam.

Wir waren viel zu früh da vor offiziellem Check-In, aber unser Zimmer war schon fertig, ebenerdig mit kleinem Plunge Pool, den haben wir aber echt selten genutzt.

Kurz zum Hotel, nur Frühstück wie es wohl mehr oder weniger üblich ist in der Region, etwas abgelegener. Ganz oft wird in Rezensionen bemängelt, es gäbe keinen Strandabschnitt. Ja, mag zu gewissen Jahreszeiten stimmen, traf aber aktuell nicht zu. Allerdings sind die Sandsäcke halt schon sehr krass sichtbar und das bisschen Sand wird auch sehr schnell wieder weggespült werden. Aber dann geht man halt 250m nach links oder rechts und hat genug Strand!

Zimmer, Reinigung, Frühstück, Personal, Getränke alles super und nicht zu beanstanden. Ist kein riesiger Bunker, Publikum war überwiegend angenehm, die typischen Instagram-Influencer hielten sich in Grenzen bzw. waren sehr schnell wieder weg, nerviges Partypublikum gab es auch nicht. Keine Animation (yay!), sehr ruhig alles, schön. Und das in den zwei Wochen Anwesenheit nur eine Person so dreist war, eine Liege mit einem metallenem Reserved Schild zu „reservieren“ spricht auch für das Hotel. Verwaiste Liegen (ohne persönliche Besitztümer) wurden nach +-45 Minuten geräumt vom Personal, dadurch war auch immer genug Platz für alle.

Erste Schritte raus aus dem Hotel nach dem man sich halbwegs ans Klima gewöhnt hatte und mal ein wenig schlafen konnte waren erst ein wenig „uff“, gerade als dann die Blicke in die überall so gelobten Garküchen und auf die Streetfood Stände fielen.

Der Linksverkehr ist wild, da jeder so fährt, wie er will und drei Leute auf einem Mopped ohne Helm sind normal. Dazu die ganzen Autos und eigentlich fährt jeder irgendeinen asiatischen SUV oder Pickup.

Wir hatten mit dem Wetter ziemlich Glück, es war immer rund 30° warm, häufig bewölkt. Geregnet hat es in den zwei Wochen zwar ab und an mal, aber immer nur kurz und heftig. Die Luftfeuchtigkeit danach war allerdings brutal.

Eigenes Fahrzeug haben wir nicht gemietet, war auch komplett in Ordnung. Via „InDrive“-App (so eine Art Uber Klon) ließ sich immer super schnell ein Fahrer für paar Euros finden und ansonsten hat man ja zwei gesunde Füße 😉

Wir haben uns für 5000 Baht einen privaten Fahrer geleistet, der uns sieben Stunden über die Insel gefahren hat und mit uns die typischen Touristenhotspots abgegrast hat.

Programm war wie folgt:
Big Buddha, Wat Plai Laem, Heart Shape Mountain Seaview, Hin Ta und Hin Yai, Magic Garden, Na Muang, Wat Khunaram, Guan Yu Koh

Auf eigene Faust natürlich Fishermans Village / Bophut Walking Street, Chaweng Beach, Central Festival Market, Nathon, Mae Nam Afternoon Market, Mae Nam Viewpoint, Samui Elephant Sanctuary Bophut

Besonders schön war der Besuch der Elefanten. Ich bin sofort, als ich das bei der Recherche über Koh Samui entdeckt hatte, dafür gewesen so ein Sanctuary zu besuchen. Tiefergehende Recherchen ergaben dann aber leider das typische Problem – zu viel Show, zu viel gezwungene Interaktion mit den Tieren (Schlammbaden etc.) – genau das, was ich ja nicht wollte. Gucken, ja, füttern okay, aber reiten oder baden oder so? Nein. Schon war die Auswahl nicht mehr ganz so groß und ich habe mich für das Samui Elephant Sanctuary in Bophut entschieden.

Das kostet pro Person rund 3.000 Baht und war eine irre Erfahrung. Die aktuell fünf dort lebenden Dickhäuter sind alle über fünfzig Jahre alt (wobei das auch nur Schätzungen sind) und leider in der Vergangenheit stark misshandelt worden (Blindheit etc.). Viel erzählt bekommen, bisschen Futter (so ’ne Art Energyballs, so nenne ich es jetzt mal, mit Reis und Früchten) geformt und dann auf’s Gelände. Füttern mit Wassermelone und nur am Rüssel anpacken, nur von vorne etc. – schon krass.

Wirklich cool sind auch die zahlreichen Essensstände überall. Ich habe ungefähr 10x Pad Thai gegessen und ich hatte alle Variationen von klebrig-süß bis „alter is das scharf!“ – und natürlich ohne Ende anderes Zeug. Überzeugt war ich von den Spießen auf den Foodmärkten nicht, weil die einfach zu lange liegen und es halt einfach nur trocken ist, aber ansonsten? So einige Dinge habe ich auch nicht angerührt 😉

Der Urlaub hat definitiv dafür gesorgt, dass ich fleißig weiter nach Unterkünften in Thailand suche. Nicht noch mal Koh Samui (vorerst), aber Bangkok und dann Richtung Phuket ist eine valide Option für den nächsten Urlaub.